Bei American Psycho denken viele sicher zunächst an den Film mit Christian Bale als Patrick Bateman und bringen den Titel auch beim zweiten Gedanken nicht unbedingt in einem Musical in Verbindung. Auch ich war skeptisch, als ich erst von der Produktion in London mit Matt Smith in der Hauptrolle und dann später der etwas überarbeiteten Fassung am Broadway gehört habe. Aber genau weil ich so skeptisch war, wollte ich das Stück unbedingt sehen und so befand ich mich einen Morgen in New York am Gerald Schoenfeld Theatre, um mir ein Rush Ticket für American Psycho The Musical zu sichern – und nahm am 30. April 2016 in selbigem Platz.

Foto: Jeremy Daniel

Das Musical, wie auch schon der bereits erwähnte Film aus dem Jahre 2000, basiert auf den gleichnamigen Buch von Bret Easton Ellis und dreht sich um das alltägliche Leben an der Wall Street des Investmentbankers Patrick Bateman, der gleichzeitig ein Serienmörder ist. Musik und Texte für das Bühnenstück wurden geschrieben von Duncan Sheik und das Buch kam von Roberto Aguirre-Sacasa. Die Uraufführung fand 2013 im Almeida Theatre in London statt und nach einem Workshop in New York City starteten im März 2016 die Previews in New York am Broadway. Das Stück wurde am 5. Juni 2016 wieder abgesetzt, nach gemischten Kritiken und vor allem, nachdem es bei den Tony Nominierungen quasi leer ausgegangen war.

Foto: Jeremy Daniel

Ich muss zugeben, dass ich mich – den Film kennend – erst einmal auf das Stück einlassen musste, aber insgesamt fand ich es großartig. Ganz besonders gespielt wurde mit der Kombination von Lichtdesign, Staging und Choreografie – die zwei einzigen Tony Nominierungen gab es nicht umsonst in den Kategorien Best Scenic Design of a Musical und Best Lighting Design of a Musical. Die Musik im Synthesizer-80s-Style gemixt mit bekannten Liedern wie „Everybody Wants To Rule The World“ fand ich gut, jedoch auch nicht überragend. Mein Lieblingsstück war wohl „Cards“ – einfach allein schon, weil ich diese Visitenkartenszene im Film schon so schön übertrieben absurd fand.

Die Darsteller waren allesamt super – allen voran Benjamin Walker als Patrick Bateman, der in dem ganzen Stück gefühlt nur 5 Minuten tatsächlich mal ein Shirt trägt btw, und Theo Stockman als Timothy Price. Das Ensemble lieferte hervorragende Arbeit.

Foto: Jeremy Daniel

Mein Problem mit der Show war insgesamt, dass es thematisch meiner Meinung nach keinen richtigen Fokus gab. Es war ein bisschen Serienkiller, ein bisschen Rivalität unter Freunden/Kollegen und ein bisschen Zwang zum Perfektionismus in dieser erstklassigen Welt. Der Humor ist trocken, aber nicht so ‚wahnsinnig‘ wie man ihn sich beim (vermeintlich?) kaltherzigen, emotionslosen Patrick Bateman wünschen würde. Es gab Blut und Gewalt, aber auch nicht so richtig. Der zweite Akt verliert an Schwung und Substanz und zog sich im Vergleich zum ersten deutlich.

Dennoch muss ich sagen, dass ich mir das Stück jetzt – nach ein wenig zeitlichem Abstand – gerne noch einmal ansehen würde. Ich hoffe also, dass an den „revival“ Gerüchten für London etwas dran ist.

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